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45min gute Unterhaltung trotz Reibeisenstimme. Von Umwelt/Energiepolitik über Arbeit und Soziale Sicherung zu Krieg und Frieden. Neues gab es nicht zu hören, die Positionen sind bekannt, aber von einer Wahlkampfrede erwartet man auch nichts anderes. Bei jedem Thema die eindringliche Warnung vor Merkel/Kirchhoff/Westerwelle, kein Wort über Stoiber, hin und wieder Seitenhiebe auf Gysi/Lafontaine, u.a. mit Anspielungen auf reale PDS-Politik in Berlin. Fischer wirkte schlanker als zuletzt gesehen, relativ gestresst und mit zunehmender Dauer genervt von ständigen Zwischenufen aus dem Kreise der Hartz4-Montagsdemonstranten. Die sind so schon peinlich genug, im betrunkenen Zustand aber absolut indiskutabel. Fischer kann das nicht wissen und ging deshalb anfangs auf die primitivsten Einwürfe ein, wodurch die Trolle sich zusätzlich angespornt fühlten. Angesichts dessen war die für mich unerwartet kurze Dauer des Auftritts o.k., länger hätte ich die Pöbeleien an seiner Stelle auch nicht ertragen. Meine Wahlentscheidung kann solch eine Veranstaltung wie immer nicht entscheidend beeinflussen, aber den Spaß war der Abstecher auf den Augustusplatz allemal wert.
An dieser Stelle wird in den nächsten Wochen und Monaten nicht viel Spektakuläres passieren. Nach heftigen Turbulenzen im privaten Bereich werde ich mich jetzt aufs Wesentliche konzentrieren und das heißt 2. Staatsexamen im Dezember. Das Weblog war immer nur Zeitvertreib, zuletzt aber auch Mittel, sich Ärger und Probleme vom Hals zu schreiben, wenn im "echten" Leben gerade kein Ansprechpartner da war. Die mir jetzt nur noch sehr begrenzt zur Verfügung stehende Freizeit werde ich versuchen intensiver zu nutzen, d.h. weniger Netz, mehr Leben. Komplett dichtgemacht wird hier allerdings nicht, das ein oder andere Foto, die ein oder andere Plänkelei über das Zeitgeschehen o.ä. sollte schon noch drin sein - aber eben in eher unregelmäßigen Abständen. Das Kommentieren an den bekannten Stellen werde ich mir wohl auch nicht vollkommen verkneifen können. Ich danke allen, die hier trotz der in letzter Zeit bisweilen sehr leichten Kost hin und wieder vorbeigeschaut haben. Die aufmunternden Kommentare und Mails in den letzten Tagen haben mir gezeigt, dass Bloggen nicht ausschließlich die oberflächliche Spielerei ist, für die ich es meist gehalten und mich dementsprechend verhalten habe. Ich werd am Ball bleiben. Bis demnächst...

Rudelbildung nach Rot für Kuranyi
...war spielerisch durchwachsen, Stuttgart enttäuschte total. Wenigstens war die Stimmung gut und mit mit den beiden roten Karten gab's nochmal richtig Action. Anschließend in eine Junggesellinenabschiedsparty geraten. Ganz amüsanter Abend also...
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