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40 Jahre für Mohren,
Kahn hofft wieder auf WM,
Armstrong lobt Hankes Rede,
Schröder fristlos entlassen.
oder so.
An windstillen Tagen wie heute schwimmt es sich entspannter als sonst. Nichts gegen ein paar Wellen, zum Planschen gehören die auch dazu, aber beim Schwimmen längerer Strecken ist es von Vorteil, wenn man seinen Atemrhythmus selbst wählen kann und nicht dem Seegang anpassen muss. Erleichtert wird auch eine meiner Lieblingsbeschäftigungen im Wasser: das Treibenlassen. Auf den Rücken legen, Augen zu - und schon ist man Teil des Sees. Leider verbrenne ich mir dabei regelmäßig die Augen. Ein Nachteil von Wind- und Wasserstille ist dagegen, dass mit dem Wasser auch alles andere sich darin befindliche "steht". Ich finde es ziemlich ekelhaft, wenn man von draußen wieder in den Badebereich schwimmt und das Wasser mit jedem Meter, dem man dem Ufer näherkommt, öliger riecht und schmeckt. Beobachtet man dann vom Strand aus, welche Lachen manche von fürsorglichen Müttern frisch eingefettete Gören im Wasser hinterlassen, beginnt man über die Bedeutung des Wortes "wasserfest" nachzudenken und hofft, nicht selbst solch einen leckgeschlagenen Tanker abzugeben. Sonst wars gut.
Beim Konsumieren deutscher Tour de France-Berichterstattung meint man bisweilen, ein Teil der Journallie sei persönlich beleidigt, dass Ulle wieder nicht die Tour für sie gewinnt. Nach dem Motto: "Wenn wir schon Papst sind, steht uns verdammt nochmal auch der Toursieg zu" wird der von Tag zu Tag wachsende Rückstand auf Armstrong zunehmend kritischer, teilweise sogar hämisch kommentiert. Man will den Sieg. Es reicht nicht, dass Ullrich alles gibt solange andere besser sind. Vielleicht sollte der ein oder andere Wichtigtuer sich daran erinnern, was die Tour aus deutscher Sicht vor Ullrich war - nämlich in etwa das, was die Formel 1 aus deutscher Sicht vor Schumacher war, von Sprintwertungen und kleinen Achtungserfolgen mal abgesehen.
Klar bin ich auch enttäuscht, dass es dieses Jahr wieder nichts wird - aber mein Gott, was solls. Wenn's nicht geht, dann geht's nicht. Trotz allem bekommt man doch großen Sport geboten, auch von Jan Ullrich.



Kurzer Wochenendrückblick.
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